Heimische Fledermäuse in Bildern

In einem spannenden Diavortrag stellte Marko König 
unsere heimischen Fledermausarten und ihre Lebensgewohnheiten vor. 

Zu einem Vortrag zum Stammtisch der NABU-Gruppen Bad Wildungen und Edertal konnte Marko König mit seinem Thema "heimische Fledermäuse" gewonnen werden.
Seine Erfahrungen und eine Vielzahl seiner Bilder stammen aus der intensiven Beschäftigung mit den Tieren aus privatem Interesse und der Möglichkeit im Rahmen der Hochschule während seines Studiums zum Lehramt intensiver und wissenschaftlich mit diesen hochinteressanten Tieren in Kontakt zu treten.
Mit fantastischen Bildern und Schautafeln wurde den Besuchern des Infoabends eine sehr gute Grundlage zum Verständnis der Lebensumstände unserer heimischen Fledermausarten gelegt.
Die aufregenden und lebendigen Bilder wurden mit gut verständlichen Erläuterungen und Tonmaterial begleitet, so dass dem interessierten Publikum kaum noch Fragen übrig blieben.
Der Wunsch nach Bauanleitungen für Fledermausquartiere zum Ende der Veranstaltung zeigte, dass der Vortrag richtig vorbereitet und bei den Beteiligten der Grundstein zu potenziellen Fledermauslobbyisten gelegt worden war.
In der hier im Internet nachfolgenden Bilderserie sind nur einige der Bilder von Marko König zu sehen, die uns einen Einblick in diese fremde Welt dieser faszinierenden Flugkünster, in ihren Lebensraum, ihren Winterschlaf, ihre Größe, ihr Sozialverhalten, ihrem nächtlichen Dasein gewährt.
Wer einmal eine Fledermaus persönlich gesehen hat, kann sich gut vorstellen, welche Probleme zum Ersten die Größe der Fledermäuse, zum Zweiten die Schnelligkeit der Jäger der Nacht und zum Dritten die Dunkelheit machen, die eine fotodokumentarische Erfassung dieser Tiere vor ganz besondere Herausforderungen stellt. Ein sehr aufwändiges und teures Fotoequipment ist hier obligatorisch.

Jürgen Wilden

Über die Bilder dieser Seite hinaus:
Weitere Bilder unserer heimischen Fledermäuse 02
Weitere Bilder unserer heimischen Fledermäuse 03
Artikel über unserer heimischen Fledermäuse


Hier ein Ausschnitt des Diavortrages

Erläuterungen der Bilder vom Fotografen und Vortragenden Marko König
 
Eine Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) im Flug. 
Fledermäuse sind zusammen mit den Flughunden, mit denen sie die Ordnung der Fledertiere bilden die einzige Säugetiergruppe, die zum aktiven Flug fähig ist. Dies wird den Tieren durch die zu Flugorganen umgebildeten Arme und Hände und die dazwischen aufgespannte Flughaut ermöglicht. Besonders die Finger und Mittelhandknochen sind stark verlängert. Nur die Daumenkralle ist ganz kurz und hilft den Fledermäusen bei der Fortbewegung auf einem Untergrund.
Ortende Bechsteinfldermaus (Myotis bechsteinii). 
Das Tier stößt Laute im hochfrequentem (für den Menschen in der Regel nicht hörbarem Bereich aus und verschafft sich über das reflektierte Echo ein "Hörbild" seiner Umgebung. Dabei kann von dem Tier nicht nur das Vorhandensein eines
Gegenstandes erfasst, sondern auch die Entfernung, die Richtung und sogar teilweise die Oberflächenstruktur festgestellt werden.
Ein ortenderer Großer Abendsegler (Nyctalus noctula) beim Ausflug aus seinem Quartier. 
Diese Art zählt mit einer Flügelspannweite von bis zu 40 cm zu unseren größten heimischen Arten. Abendsegler haben ihre Tagschlafquartiere typischer Weise in Baumhöhlen.
Wasserfledermaus Myotis daubentonii Wasserfledermaus (Myotis daubentonii) bei der Jagd nach Zuckmücken über einem Bach. 
Wasserfledermäuse jagen meist direkt über Gewässern und ernähren sich größtenteils von Zuckmücken. In einer Nacht verspeist ein Tier bis zu 4000 Mücken.
Die Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) leckt sich über ihre spitzen Zähne. 
Diese werden zum Zerkleinern des Chitinpanzers von Insekten gebraucht. Neben Insekten werden von heimischen Fledermausarten auch ab und zu Spinnentiere verzehrt.
Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus) 
Diese Art ernährt sich zu einem großen Teil von Käfern. Daher sind die Tiere mit einem besonders kräftigen Gebiss zum knacken der Harten Panzer ausgestattet.

Anmerkung:
Bitte nicht nach machen und Fledermäuse mit bloßen Fingern anfassen, da einige Arten heftig um sich beißen und so schwere Infektionen übertragen können. 

Ein Großes Mausohr (Myotis mytis)in der für Fledermäuse typischen Haltung: mit dem Kopf nach unten. 
Durch einen speziellen Mechanismus in ihren Füßen brauchen Fledermäuse beim Hängen keine Kraft aufzuwenden, sondern werden durch ihr eigenes Gewicht nach unten gezogen.
Zwergfledermaus Pipistrellus Zwergfledermaus (Pipistrellus pipisterellus) 
Dies ist mit ca. 20 cm Flügelspannweite und einem Gewicht von ungefähr 4 Gramm unsere kleinste heimische Fledermausart.
Ca. 3 Tage altes Jungtier der Zwergfeldermaus (Pipistrellus pipistrellus)
Junge Zwergfledermäuse sind wirklich Winzlinge. In diesem Alter ist das Tier nicht Größer als eine Hummel und wiegt ca. 1 Gramm. Die Flügel sind noch unterentwickelt. Die Jungen besitzen aber schon riesige Füße und können sich sofort nach der Geburt hinhängen.
Ca. 3 Tage altes Jungtier der Zwergfledermaus. 
Zum Größenvergleich sitzt das Tier bei einem Kind auf dem Finger. Deutlich sind die noch geschlossenen Augen zu sehen, die sich erst nach ca. 4 - 10 Tagen öffnen.
Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus) beim Winterschlaf. 
Das Tier ist mit unzähligen Tautropfen besetzt. Eine wichtige Bedingung für geeignete Winterquartiere ist, dass eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, damit die Tiere nicht austrocknen.
Langohr (Plecotus spec.) beim Winterschlaf. 
Für Langohren ist typisch, dass sie ihre extrem langen Ohren während des Winterschlafs zurückgeklappt haben und nur noch der Ohrdeckel herausschaut. Wären sie aufgeklappt, würden sie aufgrund ihrer großen Oberfläche zu viel Körperflüssigkeit verdunsten.
Pflegling: Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus) beim Verspeisens eines Mehlwurms. 
Große Mausohren (Myotis myotis) im Winterschlaf. 
Ein Tier wurde zu Forschungszwecken am Oberarm mit einer Ringklammer versehen.
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