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Es stand in der Waldeckischen Landeszeitung am 12. Juni 2003 Hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Redaktion
Noch müssen sie auf der Straße fahren, die Radler an der Randstraße zwischen Rehbach und Bringhausen, doch die Bauarbeiten für den neuen Radweg, wie hier am Bringhäuser Denkmal, haben begonnen
Wolfgang Lübcke hielt Vortrag über eine Eder-Radtour von der Quelle bis zur Mündung
Radfahrer geben mehr Geld aus als andere Urlauber
EDERTAL (r). „Landschaften und Städte an der Eder - Eine Radtour von der Quelle bis zur Mündung", lautete der Titel eines Diavortrages, den Wolfgang Lübcke in Giflitz hielt. Der Naturschutzbund (NABU) hatte dazu eingeladen. Lübcke bezeichnete den schrittweisen Ausbau des Ederauenradweges als ein großartiges Projekt, das zum Leitbild eines umweltverträglichen Tourismus im Naturpark Kellerwald passt. Der 180 Kilometer lange Radweg erschließt die Naturparke Rothaargebirge und Kellerwald/Edersee.
Eine Befragung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) habe ergeben, dass fast jeder zweite Deutsche im Urlaub auf den Fahrradsattel steige, sei es zu kürzeren Fahrten oder mehrtägigen Touren. Radler seien keine „Billig-Touristen", sondern geben 20 Prozent mehr für ihren Urlaub aus als andere Touristen. Immer größerer Beliebtheit erfreuten sich gut markierte Fernradwege, insbesondere entlang von Flüssen wie Weser, Donau, Elbe oder Altmühl.
Der Referent ging der Frage nach, welche touristischen Chancen der Ederauenradweg habe. Nach Einschätzung von Kennern und Reisejournalisten werde der Ederauenradweg als landschaftlich sehr reizvoll und abwechslungsreich eingestuft.
Eine Besonderheit sei, dass in die Streckenwanderung eine Umrundung des Edersees eingeplant werden könne mit der Möglichkeit, die Strecke reizvoll abzuwandeln mit Hilfe der Fähre bei Asel oder durch die Fahrt mit einem der Ederseeschiffe auf einem Teil der Route.
Wichtig sei allerdings eine weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen sowohl im Hinblick auf eine radlerfreundliche Trassenführung als auch auf attraktivere Übernachtungsangebote. „Ganz erstaunlich sei", wie weit das Projekt „Ederauenradweg" bereits gediehen ist. Lübcke nannte folgende Punkte:
- einheitliche Markierung von der Quelle bis zur Mündung.
- Spezialkarte der Bielefelder Verlagsanstalt und Aufnahme des herausyegebenen Ederauenradwegs in eine Ubersichtskarte vom Wirtschaftsministerium.
- Ankauf einer acht Kilometer langen alten Bahntrasse durch die Stadt Bad Berleburg, um einen Teilabschnitt des Radweges weg von der Straße zu verlegen.
- Errichtung einer Radlerbrücke im Jahre 2002 über die Eder bei Dodenau in der Gemeinde Battenberg zur Entschärfung einer Gefahrenstelle.
- Beginn der Bauarbeiten zwischen Rehbach und Bringhausen in diesen Tagen mit einer wesentlichen Verbesserung der Verkehrssicherheit und Steigerung der Attraktivität.
STICHWORT
Die Eder per Rad von der Quelle bis zur Mündung
Erreichbar ist die Ederquelle mit dem Zug: Von Bad Wildungen aus über Wabern, Cölbe, Erndtebrück nach Lützel. Die Umsteigezeiten in Wabern, Cölbe und Erndtebrück sind aber für Radfahrer zu kurz. Lübcke stellte seine Bilderreise entlang der Eder unter das Motto„ Natur und Kultur". Als ein besonderes Juwel präsentierte er die renaturierte Ederquelle und den naturnahen Bachlauf der oberen Eder. Eine historische Verknüpfung mit dem unteren Edertal bietet die Bonifatiuskirche in dem Schieferdorf Raumland. Lohnend ist ein Abstecher nach Bad Berleburg mit dem Barockschloss der Fürsten von Sayn-Wittgenstein. Auf dem weiteren Weg zum Edersee locken Besuche in Battenberg oder Frankenberg. Von Asel-Süd führt der Radweg direkt entlang des Edersees und geplanten Natioalparks nach Bringhausen. Naturfreunde kommen auch in dem ehemaligen Kiesabbaugebiet zwischen Mehlen und Giflitz auf ihre Kosten. Hier leben Schwäne, Gänse, Haubentaucher, Eisvögel und Nachtigallen.
Entlang des Radweges zwischen Affoldern und Fritzlar haben die Vogelkundler rund 50 Nachtigallenreviere gezählt.
Informationen über den Ederauenradweg gibt der NABU unter Tel.: 05623/1255.
Bilder vom Quellgebiet der Eder
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