e-mail-Zeitung Nr. 2
NABU-Landesverband
Hessen Juli 2003
Der Nationalpark kütt oder der rasche Werdegang des Eifel-Nationalparks
- 2001: Die bevorstehende Aufgabe des Truppenübungsplatzes Vogelsang in der Nordeifel durch die belgischen Streifkräfte sickert durch; das Umweltministerium vergibt ein Gutachten an die Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten NRW (LÖBF) zur Überprüfung der Nationalparkwürdigkeit des Gebietes.
- Januar 2002: Die LÖBF bescheinigt dem Truppenübungsplatz unter Einbeziehung der umliegenden Staatswaldflächen die Eignung als Nationalpark.
- Februar 2002: Ein Vertreter der Naturschutzverbände und Mitarbeiter des Landesdezernats der Bezirksregierung Köln erörtern mit der Naturschutz- und Umweltakademie (NUA) des Landes NRW die Einrichtung eines Eifel-Nationalparks.
- 6. März 2002: Das Umweltministerium informiert auf einer Regionalkonferenz vor Vertretern aus Politik, Verwaltung und den Verbänden über das Nationalparkvorhaben.
- 8. März 2002: 348 Personen gründen den Förderverein „Nationalpark Eifel“.
- 9. März 2002: Die NUA informiert die Bürger der künftigen Parkgemeinden in einer Veranstaltung über das Vorhaben.
der weitere Fahrplan
- Seit dem 26. Mai 2003 liegt der Entwurf der Nationalparkverordnung offen. Alle Beteiligten haben die Möglichkeit, Änderungsvorschläge einzubringen.
- Im August werten die Bezirksregierung Köln und das Umweltministerium Ministerium (MUNLV) die vorgebrachten Anregungen und Bedenken aus.
- Nach den Sommerferien folgt ein Erörterungstermin mit den Trägern der öffentlichen Belange und die Benehmensherstellung mit den zuständigen Bundesministerien.
- Im November 2003 stellt das MUNLV die Verordnung dem zuständigen Ausschuss des Landtags vor.
- Am 1 Januar 2004 hat Deutschland einen neuen Nationalpark und NRW den ersten.
Vom ersten offiziellen Schritt bis zur Verwirklichung des Nationalparks sind dann gerade einmal zwei Jahre vergangen. Eine interessante Angelegenheit für uns in Hessen, wo wir seit längerem auf die Ausweisung des Kellerwald-Nationalparks warten. Schauen wir uns daher im Gebiet des künftigen Eifel-Nationalparks einmal um.
Ausgleichsraum für Ballungsgebiete
in NRW, Südniederlande und OstbelgienDer Nationalpark befindet sich in einer touristisch gut erschlossenen Region in der Nordeifel unweit von Aachen. Die Rurtalsperre, das Städtchen Monschau und das Hohe Venn sind touristische Attraktionen im Umfeld des künftigen Nationalparks. Der Besucherdruck an den Wochenenden ist groß. Kein Wunder, denn das Gebiet dient als Ausflugsgebiet für die Bevölkerung in den Ballungsräumen Nordrhein-Westfalens, Ost-Belgiens und den südlichen Niederlanden. Köln, Bonn, Düsseldorf, Wuppertal, Mönchengladbach, Maastricht und Lüttich (Liège) liegen weniger als 100 km von der Nordeifel entfernt.
Landschaftliche Vielfalt von den Vorbergen der Eifel bis zum Hohen Venn Das Gebiet des künftigen Nationalparks (NLP) umfasst eine bemerkenswerte landschaftliche Vielfalt. Er reicht von den an Belgien und an das Hohe Venn grenzenden Bergrücken der Nordeifel bis in die stark zertalten Eifel-Vorberge am Rande der Kölner Bucht. Die Rur*, ein Fluss, der im Hohen Venn ent-springt, und die Urft, ein Nebenfluss der Rur, haben sich tief in das Gelände eingeschnitten. Und wie an der Eder hat der Mensch die engen und steilen Flusstäler genutzt, um Talsperren zu bauen. Der Rurstausee zieht sich an der Norwest-Flanke des Nationalparks entlang. Der Urftsstausee liegt mitten im künftigen Nationalpark.
Damm des Rurstausees *Die Rur in der Eifel hat nichts mit der Ruhr des Sauerlandes und des Ruhrgebietes zu tun.
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Blick auf den Kermeter (bewaldeter Höhenzug im Hintergrund) von der Hochfläche des Tüp Vogelsang aus aufgenommen Die vier Bausteine des künftigen Nationalparks Der Eifel-Nationalpark setzt sich aus vier Bausteinen zusammen. Von Norden nach Süden betrachtet sind dies folgende Flächen:
- der Hetzingerwald
- der Kermeter
- der Truppenübungsplatz Vogelsang
- der Dedenborner Forst.
Der Hetzingerwald zählt zu den Vorbergen der Eifel. Der bewaldete Höhenzug begleitet die Rur auf ihrer freien Fließstrecke vom Ende der Rur-Talsperre bis zu einem kleineren Stausee am Eifelrand.
Der Kermeter ist ein im wahrsten Sinne des Wortes herausragendes landschaftliches Element. Es handelt sich um einen 500 m hohen, bewaldeten Höhenzug, der im Süden steil zur Urfttalsperre abfällt und im Westen und im Norden vom Rurstausee begrenzt wird. Der gesamte Kermeter (3200 ha) ist als NSG ausgewiesen.
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DEr Truppenübungsplatz Vogelsang, Blick von der
Bundestrasse in Richtung auf die Wüstung WollseifenDer Truppenübungsplatz Vogelsang ist nicht einfach nur der dritte Baustein im Nationalparkset. Mit seiner hochgelegenen Halboffenlandschaft stellt er ein zentrales Element des künftigen Schutzgebietes dar. Auf dem Truppenübungsplatz haben derzeit noch die Panzerkommandeure das Wort. Sie lassen sich das Schussfeld durch Schafbeweidung und Wiesennutzung offen halten. Der Truppenübungsplatz ist jedoch ein Auslaufmodell. Bis Januar 2006 werden die letzten Soldaten das Gelände verlassen haben und der Tüp wird Teil des Nationalparks. Last not least der vierte Baustein, der Dedenborner Forst: Seine Flächen reichen bis nahe an die belgische Grenze. Der Dedenborner Forst umfasst die höchsten Teile des Nationalparks und er ist, wie sein Name schon sagt, bewaldet. In den Wald sind Wiesentäler eingebettet, in denen im Mai Tausende von Narzissen blühen.
Waldentwicklung in der Nordeifel Der Wald im Dedenborner Forst, das muss man offen sagen, ist auf weiter Strecke nicht der naturnaheste. Auch an anderen Stellen des künftigen Nationalparks existieren Forsten, die nicht dem Ideal des Buchenwald-Naturerbes entsprechen. Die Ursachen dafür liegen vor allem in den Aufforstungsprogrammen der Preußen, die Anfang des 19. Jh. begannen, die kahlen Höhen der Eifel mit Fichten zu verschönern. Hinzu kommt, dass nach dem zweiten Weltkrieg große Teile der Fichtenbestände abgetrieben und neu aufgeforstet wurden. Daneben hat die Nachfrage der Lederindustrie nach Eichenrinde die Waldstruktur in der Nordeifel geprägt.
Fichtenforst an der Straße nach Monschau
Die Eichenbestände wurden in jungen Jahren gefällt und die Rinde abgeschält. Während Eichen über die Fähigkeit zum „Stockausschlag“ verfügen, können sich Buchen auf diese Weise nicht so gut regenerieren und geraten ins Hintertreffen. Eichen kämen in der Eifel auch natürlich vor. Reinbestände würden sie jedoch nur an den südexponierten, steilen Hängen der tieferen Lagen ausbilden. In mittleren Lagen wäre die Eiche beigemischt. In den Hochlagen würden sie fehlen.
Ehemaliger Eichenniederwald am Rurstausee
Die dominierende Baumart der Eifel wäre von Natur aus die Buche. Besonders wohl fühlt sich die Buche im kühl-feuchten Klima der Hochlagen. Nicht umsonst ist der Bereich des Hohen Venns und der Nordeifel das Land der Buchenhecken, die Weiden einfrieden und Häuser bis auf Giebelhöhe vor den Herbststürmen schützen.
Buchenhecken auf dem Hohen Venn/Belgien
Naturnahe Buchenwaldbestände finden sich im Kermeter und im Hetzingerwald. Der Kermeter ist daher in Gänze als Naturschutzgebiet ausgewiesen und als FFH-Gebiet gemeldet. Im Vergleich zum Kellerwald oder zum NLP Hainich kann der Kermeter allerdings noch nicht mithalten. Der Buchenanteil liegt hier bei 28 %, der Anteil der Eichen bei 24 %. Den Rest nehmen Nadelhölzer wie Fichte, Douglasie und Lärche ein.
Naturnaher Buchenwald im Kermeter
Vom Försterwald zum Naturwald In dieser Hinsicht wird der Nationalpark Eifel über einen längeren Zeitraum ein Entwicklungsnationalpark sein. 30 Jahre hat man für den Umbau der Nadelholzbestände zu Laubwald angesetzt. Bei den Eichenwäldern plant man keinen Umbau. Hier soll es die Natur von alleine richten. Man geht davon aus, dass die Buche Zug um Zug zur Vorherrschaft kommen wird. Probleme bringt der Waldumbau in den großen Fichtengebieten der Hochlagen mit sich. Hier stellt sich die Frage, ob man die Bestände ihrem natürlichen Schicksal überlassen oder im großen Stil junge Buchen anpflanzen soll. Im Falle des Nichtstuns müsste man mit sehr viel Totholz und Fichtenverjüngung rechnen. Welche Entscheidung man auch treffen wird, bis ein Gleichgewichtszustand erreicht ist, werden einige Jahrhunderte ins Land gehen.
Ungeachtet der anstehenden Aufgaben ist für den NABU das Ziel klar: Innerhalb von 30 Jahren müssen 75 % des Gebietes einer freien Naturentwicklung überlassen sein.
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Fichtenverjüngung in den Hochlagen des NLP Eifel
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Unser NABU Biber (Hessen)
Bedrohte und geschützte Tier- und Pflanzenarten im Gebiet Bei den Säugetieren sind an erster Stelle der Biber und die Wildkatze zu erwähnen. Der Biber wurde 1981 im Bereich des Hetzingerwaldes angesiedelt. Er muss sich hier zu Hause fühlen, denn die Population ist inzwischen auf ungefähr einhundert Familien angestiegen. Die Wildkatze hat im Bereich der Nordeifel ihre größte Population in Deutschland.
Fledermäuse sind gut vertreten (Mausohr, Kleine Bartfledermaus, Braunes Langohr, Wasser- und Teichfledermaus.) Sie finden u.a. in alten Dachschieferstollen Unterschlupf. Unter den Brutvögeln sind der Uhu, Rot- und Schwarzmilan, der Schwarz- und Mittelspecht sowie der Neuntöter hervorzuheben, wobei letztere vor allem in der Halboffenlandschaft des Truppenübungsplatzes Vogelsang vertreten ist. Von den Insekten verdienen die Käfer Erwähnung: Alleine im Waldgebiet des Kermeters wurden 1300 Arten nachgewiesen, von den 40 % selten oder sehr selten sind.
Unter den Pflanzen stellen Bärwurzwiesen in den hoch gelegenen Wiesentälern mit ihren Narzissenbeständen eine Besonderheit dar.
Was geschieht im Nationalpark mit den Wiesentälern und der Halboffen-Landschaft des Truppenübungsplatzes? Natur Natur sein lassen bedeutet, dass man die Vegetation der freien Entwicklung überlässt. Wiesen und Weiden werden damit über kurz oder lang von Gebüschgesellschaften und Wald verdrängt. Nun leben im extensiv genutzten Grünland des TÜP Vogelsang viele unter Schutz stehende Tier- und Pflanzenarten, die mit der einsetzenden Sukzession ihre Heimstatt verlieren würden.
In dem Entwurf für die Nationalparkverodnung der Eifel ist der Schutz von Arten der Roten Liste, der FFH-Anhänge und der FHH-Lebensräume verankert. Im Gegensatz zum Nationalpark Hainich, wo man nahezu ausschließlich auf die freie Naturentwicklung setzt, sollen im NLP Eifel wertvolle Wiesen- und Weidegebiete - als FFH-Gebiete gemeldet - erhalten werden. Indem man die Pflegeflächen räumlich begrenzt -75 % der Fläche müssen nach den internationalen Kriterien nutzungsfrei sein - bleibt man den Zielen des Nationalparks treu. Naturentwicklung und der Schutz von Arten, die auf Pflege angewiesen sind, lassen sich in einem Nationalpark durchaus vereinbaren.
Auf welche Weise die Pflege der Offenflächen erfolgen wird, ist noch nicht festgelegt. Unter anderen wurde der „Einsatz“ von Auerochsen- und Wildpferdnachzüchtungen diskutiert. Dass große Weidegänger zur Naturausstattung gehören ist unbestritten. „Natur Natur sein lassen“ ohne große Wildtiere ist sicher nur eine halbe Sache. Ihr Einsatz auf dem relativ kleinen Truppenübungsplatz Vogelsang, durch den eine Bundesstraße führt, ist jedoch nicht ganz problemlos. So müsste das Gelände aus Sicherheitsgründen gezäunt werden.
Wildlebende Highländer im Nationalpark Veluwezoom bei Arnhem (Nl)
Der Nationalpark Eifel und sein Umland, Lebensraum für Rothirsche Rothirsche unternehmen von Natur aus Wanderungen zwischen Sommer- und Wintereinständen. In vielen Rotwildgebieten Deutschlands ist das nicht mehr möglich. Sei es, dass ihnen wie im Bayrischen Wald der Zugang zu den Wintereinständen im Flachland verwehrt wird oder dass sie sich wie im Kellerwald nur innerhalb eines ca. 5000 ha großen Gatters bewegen können. In der Eifel haben die Hirsche die Freiheit, ihre tradierten Wanderungen zwischen dem Nationalparkgelände und dem Hohen Venn zu unternehmen.
Rothirsche im Nationalpark Veluwezoom bei Arnhem (Nl)
Rothirsche können zur Offenhaltung von Waldwiesen beitragen. Im Perlenbachtal, unweit der belgischen Grenze, grasen die Rothirsche auf Narzissenwiesen*. Die Narzissen sind, ein Besuchermagnet. Im Mai, zur Hauptblütezeit, sind Heerscharen unterwegs. Die Hirsche stehen derweil in den Dickungen und warten darauf, dass wieder Ruhe einkehrt, wobei sie aus Frust und Langeweile die Gehölze verbeißen und fegen. Eine Besucherlenkung ist unumgänglich. Ziel ist es, die derzeit nachtaktiven Hirsche so an den Menschen zu gewöhnen, dass Parkbesucher sie tagsüber beobachten können. Durch eine geschickte Wegeführung und durch die Beschränkung der Wildregulierung auf wenige Wochen im Jahr wird dies möglich. Dies zeigen Beispiele in den Nationalparks anderer Länder. * Um die Erhaltung der Narzissenwiesen langfristig zu sichern, ist die Hirschweide nicht ausreichend. Es bedarf zusätzlich des Weidegangs von echten Grasfressern wie Rind, Wisent und Pferd.
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Narzissenwiese im Perlenbachtal
Den Menschen an die Natur heranführen Ein Nationalpark hat die Aufgabe, den Menschen an die Natur heranzuführen. Er soll Ort des Naturerlebens, der Ruhe und der Muße sein und in der Eifel nimmt man diesen Auftrag ernst. Schließlich ist die Rureifel für die Menschen der umgebenden Ballungsräume ein unersetzlicher Ausgleichs- und Erholungsraum. Doch die Natur darf unter dem Besucheransturm nicht leiden. Also gilt es Regeln aufzustellen. Im Entwurf für die Nationalparkverordnung der Eifel ist ein Wegegebot fixiert worden. Zugleich hat man den aktuellen Bestand der Wanderwege der Verordnung im Anhang beigefügt. Hiermit ist jedoch nicht gesagt, dass der Plan in der vorliegenden Form übernommen wird. Vielmehr werden die bestehenden Wege im Rahmen des zu erstellenden Nationalparkplans auf ihre naturschutzfachliche Eignung geprüft. Wildtiere benötigen gesicherte Ruhezonen und Rückzugsräume. Anderes wäre es gar nicht möglich, die Tiere für den Parkbesucher sichtbar zu machen. Naturschutz- und Nutzerverbände suchen hier gemeinsam nach Lösungen.
Akzeptanz, Tourismus und Schutz grüner Entwicklungsachsen
Die Einbeziehung der Träger öffentlicher Belange hat in der Eifel von Anfang an für Akzeptanz, Zustimmung und Unterstützung gesorgt und dies bei der außergewöhnlichen Geschwindigkeit mit der das Verfahren durchgezogen wird. Den Menschen in der Region kann es nicht schnell genug gehen, einen Nationalpark zu bekommen. Da steht an oberster Stelle natürlich die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Festigung der Tourismusregion, wobei wohl vielen klar geworden ist, dass man die Werte dieser Landschaft nur erhalten kann, wenn man sie vor weiterer Zerschneidung bewahrt. Mit Hilfe des Nationalparks wird es gelingen, die Region zu stärken und gleichzeitig für die Menschen in den umliegenden Ballungsgebieten einen Ausgleichsraum zu erhalten. Den urbanen Entwicklungsachsen wird ein grünes Entwicklungsband gegenübergestellt.
Da mag der eine oder andere aus hessischer Sicht vielleicht etwas über die nordrhein-westfälisch Einschätzung von den „unzerschnitten Landschaftsräumen“ lächeln. Durch den Park führen 2 Bundesstraßen (eine zentral, eine randlich) und mehrere an Wochenenden stark befahrene Landstraßen (Motorräder!). Doch angesichts der bevorstehenden Räumung des Truppenübungsplatzes kommt die Idee vom Nationalpark goldrichtig. Wie anders sollte man eine weitere Zerstückelung des Geländes verhindern und gleichzeitig die Akzeptanz der Region gewinnen?
Straße durch den Kermeter nahe Gemünd (mit ehemaligem Eichenniederwald)
Fazit: Für die hessische Landesregierung sind die Vorgänge in der Eifel äußerst lehrreich. Für die Naturschützer und Nationalparkbefürworter der Kellerwaldregion sind sie ein Mut machendes Beispiel. Die Unterschiede in der Nationalparkentwicklung lassen sich zum großen Teil durch eine sehr unterschiedliche Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation der Nationalpark-Idee durch die Landesregierungen in NRW und Hessen erklären. Es liegt aber sicher auch an der beherzten Vorgehensweise der Macher in den Behörden und Verbänden, die von Anfang an auf die Akzeptanz und die Einbeziehung der Region gesetzt haben, ohne dabei die Maxime „Natur Natur sein lassen“ aus den Augen zu verlieren.
Die Redaktion der naturgut dankt Birgit Beckers (Stellvertretende Vorsitzende des NABU NRW), Heiko Schumacher (Projektleiter des Fördervereins Nationalpark Eifel e. V.) und Josef Tumbrinck (Vorsitzender des NABU NRW) für die Durchsicht des Manuskriptes und die vielen Verbesserungsvorschläge.
Wie Sie am besten in das Gebiet des künftigen Nationalparks gelangen und was Sie sich dort anschauen sollten das erfahren Sie in einem Sonderblatt der naturgut, das als e-mail direkt bei der Redaktion der "naturgut" angefordert werden kann.
Die Rur in Monschau
Text, Fotos, Karten: Reiner Cornelius
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